In der Woche vor den Osterferien feierte ein besonderes Projekt Premiere an der Grundschule Schmarl: Erstmals wurde dort die sogenannte Winterschule durchgeführt. Als gezieltes Pendant zur Sommerschule konzipiert, bot sie zahlreichen Schülerinnen und Schülern eine intensive Sprachförderung – insbesondere für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Der Schwerpunkt lag daher konsequent im Bereich Deutsch als Zweitsprache.

Täglich arbeiteten die Kinder von der ersten Stunde bis zur zweiten Hofpause konzentriert in kleinen Gruppen. Insgesamt wirkten 10 Sonderpädagogikstudenten sowie 19 Studierende der Grundschulpädagogik an der Umsetzung mit. Betreut wurde das Projekt von Herrn Liebig, Dozent im Bereich Deutsch an der Grundschulpädagogik. Geplant und begleitet wurde die Woche zudem von Frau Dähn in ihrer Funktion als Lehrerin und Leiterin der Vorklasse.

Die Studierenden entwickelten eigenständig kreative Lernangebote und setzten diese praxisnah um. In Kleingruppen wählten sie Themen aus, die sie über die Woche hinweg intensiv und handlungsorientiert bearbeiteten. Sprache wurde dabei auf vielfältige Weise erfahrbar gemacht: So wurden beispielsweise Rezepte gelesen und anschließend gemeinsam Kuchen gebacken. Auch Themen wie Umweltbildung wurden aufgegriffen, verbunden mit praktischen Aktionen wie dem gemeinsamen Müllsammeln.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts war die tägliche Reflexion. Gemeinsam mit den Studierenden wurden die Unterrichtseinheiten ausgewertet, um die Angebote kontinuierlich zu verbessern und noch stärker an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen.


Zum Abschluss der Woche gab es am Freitag eine kleine Überraschung: Alle Kinder wurden mit süßen Ostergeschenken verabschiedet. Die Freude darüber war ebenso groß wie das positive Feedback, das die Winterschule insgesamt erhielt. Die Schülerinnen und Schüler hoben vor allem die ruhige Lernatmosphäre und die intensive persönliche Betreuung hervor.

Die Woche zeigte eindrucksvoll, wie gewinnbringend die enge Verzahnung von universitärer Ausbildung und schulischer Praxis sein kann. Aufgrund des großen Erfolgs ist bereits geplant, ähnliche Projekte auch in Zukunft fortzuführen und weiter auszubauen.